Ort
Bad Schallerbach
Location
Atrium, Europasaal
Beginn
19:00
Preis
EUR 32,00

„The Juliet Letters“ aus dem Jahr 1993 ist ein außergewöhnliches Crossover-Album von Elvis Costello und dem Brodsky Quartet: ein rein akustischer Liederzyklus, in dem jeder Song die Form eines fiktiven Briefes annimmt – von Liebeskummer über Abschiedsbriefe bis zu skurriler Werbepost.
Drew Sarich, einer der profiliertesten Musical- und Konzertsänger (Les Misérables, Jesus Christ Superstar, Rocky), interpretiert diesen Zyklus gemeinsam mit dem Streichquartett Sonare.

:::EIGENPRODUKTION DES MUSIKSOMMERS BAD SCHALLERBACH:::

Besetzung

Drew Sarich — Gesang
Peter Gillmayr — 1. Violine
Kathrin Lenzenweger — 2. Violine
Christoph Lenz — Viola
Judith Bik — Violoncello

The Juliet Letters

Da war also dieser Professor in Verona, der Briefe an Julia beantwortete.

Nun, wenn sich das wie der Beginn einer Lügengeschichte anhört, dann ist es das wohl auch. Es gab einen winzigen Zeitungsartikel über einen Veroneser Gelehrten, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte, Briefe zu beantworten, die an „Julia Capulet“ gerichtet waren. Das ging offenbar einige Jahre so weiter, bis einige Herren von der Presse diese geheime Korrespondenz aufdeckten. Wie er überhaupt an diese Briefe gekommen ist, bleibt unklar. Über den Inhalt der Briefe können wir nur Vermutungen anstellen. Immerhin schrieben diese Leute an eine imaginäre Frau, und zwar eine tote imaginäre Frau. Vielleicht handelte es sich einfach um wissenschaftliche Anfragen oder um Mitleidsbriefe von anderen, die in der Liebe enttäuscht wurden, oder sogar um eine Bitte von jemandem, der in eine unglückliche arrangierte Ehe gezwungen wurde. Was auch immer in diesen Briefen und ihren Antworten enthalten war, die Idee dieser Korrespondenz war unsere erste Inspiration.

Zum ersten Mal sah ich das Brodsky-Quartett in der Queen Elizabeth Hall in London im Jahr 1989. Sie gaben eine Reihe von Konzerten, in denen sie alle Streichquartette von Dimitri Schostakowitsch aufführten. Diese Auftritte hatten eine große Wirkung. Ich hatte nicht nur einen klareren Eindruck von der Musik, sondern auch einen starken Eindruck von der Liebe und Hingabe, mit der das Quartett sie spielte. Ich ahnte nicht, dass Mitglieder des Quartetts zur gleichen Zeit bei meinen Londoner Konzerten gewesen waren. Irgendwie kam die Verbindung zustande, wir tauschten Briefe und Aufnahmen aus und verabredeten schließlich ein Treffen nach ihrem nächsten Auftritt in London. Nach diesem Mittagskonzert im November 1991 begannen wir unsere Zusammenarbeit.

Wir wollten die viel zu wenig genutzte Kombination von Stimme und Streichquartett erforschen, waren aber bestrebt, diesen Schrottplatz namens „Cross-Over“ zu vermeiden. Die Juliet Letters sind ebenso wenig mein Versuch, „klassische Musik“ zu machen, wie sie das erste Rock’n’Roll-Album des Brodsky Quartetts sind. Das ist eine Art von Musik, von der wir glauben, dass sie jeden Teil des Seins berührt. Sie entspricht auch den Strukturen, die in unseren jeweiligen Disziplinen und Indisziplinen zu finden sind, und bringt sie gelegentlich durcheinander.

— Elvis Costello über die Juliet Letters, 1992 (übersetzt)

Neben den Juliet Letters umfasst die Produktion auch Musik rund um Romeo und Julia von Sergei Sergejewitsch Prokofjew und anderen.

  1. „Deliver Us“
  2. „For Other Eyes“
  3. „Swine“
  4. „Expert Rites“
  5. „Dead Letter“
  6. „I Almost Had a Weakness“
  7. „Why?“
  8. „Who Do You Think You Are?“
  9. „Taking My Life in Your Hands“
  10. „This Offer Is Unrepeatable“
  11. „Dear Sweet Filthy World“
  12. „The Letter Home“
  13. „Jacksons, Monk and Rowe“
  14. „This Sad Burlesque“
  15. „Romeo’s Seance“
  16. „I Thought I’d Write to Juliet“
  17. „Last Post“
  18. „The First to Leave“
  19. „Damnation’s Cellar“
  20. „The Birds Will Still Be Singing“

 

Drew Sarich

US Amerikaner DREW SARICH studierte Musical Theatre am Boston Conservatory. 1997 begleitete er Liza Minnelli auf ihrer internationalen Tournee als Backgroundsänger. Sein Europadebut gab er als Quasimodo bei der Weltpremiere von Disney’s Der Glöckner von Notre Dame in Berlin. 2001 wurde Drew als Berger in der Raimundtheater Produktion von HAIR in Wien besetzt. Es folgten Rollen wie Graf Von Krolock (Tanz der Vampire), Jesus (Jesus Christ Superstar) und Antonio Vivaldi (Vivaldi: Die Fünfte Jahreszeit). Drew spielte Jean Valjean in der Londoner West End und Broadway Produktionen von Les Miserables.

Ebenfalls war er in der Rolle des Armand bei der Weltpremiere und Broadway Produktionen von Elton John’s LESTAT zu sehen. In der Weltpremiere des ROCKY Musicals in Hamburg, verkörperte er Rocky Balboa . Sein Repertoire umfasst u.a. Rollen wie Kronprinz Rudolf (Rudolf: Affaire Mayerling), Hedwig (Hedwig And The Angry Inch), Guido Contini (NEUN), das Phantom (Liebe Stirbt Nie), Jekyll/Hyde (Jekyll & Hyde), Albin/Zaza (La Cage aux Folles), Juanita (Kasimir & Karoline), Gallahad (Spamalot), Freddie Trumper (Chess). Drew’s Soloalben und die Singles seiner Band EVERYONE’S DARLING sind überall verfügbar, wo Sie Ihre musik streamen!

 

Streichquartett Sonate Linz

Als klassisches Streichquartett bespielt man den gesamten deutschsprachigen Raum und begeistert mit hochinteressanten musikalisch-literarischen Programmen in namhaften Konzerthäusern. Auftritte und Programme mit unterschiedlichsten Künstlern wie u.a. Thomas Ruf, Julia Stemberger, Karl Markovics oder Klaus Maria Brandauer zeugen von der großen Bandbreite des Ensembles.

Foto: Karim Khawatmi

 

06. November  2027

Drew Sarich & Streichquartett Sonare Linz

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