Ort
Bad Schallerbach
Location
Atrium, Europasaal
Beginn
19:30
Preis
EUR 28,00
!
BASBARITENORI & Willi Resetarits | Več.Glasno - Mehr.Stimmig | Akademietheater Wien

„Es war bereits im Sommer 2006, als die vier jungen Musiker Pavel Maly, Tome Jankovi?, Ruben Gludovacz und Filip Tyran auf Willi Rešetari? trafen, und – wie sie selbst gerne erzählen – sie zwar keine Instrumente dabeihatten, aber ihre Stimmen und eine Flasche Wein. Mehr brauchten sie nicht, sie sangen die ganze Nacht“. Und sie singen noch immer.

Besetzung

Willi Resetarits — Bassbariton
Tome Jankovic — Bass
Pavel Malý — Bariton
Ruben Gludovacz — Tenor
Filip Tyran — Tenor

Willi Resetarits & Basbaritenori 

Basbaritenori! So klingt Europa, wenn es sein darf, was es ist: ein uralter  Kontinent, dessen zahllose Geschichten auch an den Rändern nicht vergessen werden, weil sie in der Musik gegenwärtig und substanziell bleiben. Die österreichische Volksgruppe der Burgenlandkroaten, im 16. und 17. Jahrhundert von den südöstlichen Rändern der Habsburgermonarchie in ihre vom Krieg entvölkerte Mitte verbracht, stellen eine solche randständige Erzählung dar. Dass Kultur, Sprache und Lieder der Burgenlandkroaten in einzelnen Ortschaften noch immer lebendig geblieben sind, ist an sich schon wunderbar. Dass nun aber ein Album wie das Debut der Basbaritenori erscheint, verleiht dieser Geschichte etwas Triumphales. 

Die Basbaritenori sind vier junge Männer aus zwei Nationalstaaten, Slowakei und Österreich. Gemeinsam ist ihnen das Leben aus und in der Minderheit. Mit dem Schmäh und der strahlenden Kraft jener jungen Helden, die sie halt sind, haben die hochmusikalischen Herren Tome Jankovi?, Ruben Gludovacz, Filip Tyran und Pavel Malý aus älteren und neueren Melodien ihrer Kultur ein ganz und gar heutiges Album erschaffen. 

Von Beginn an und immer öfter mit dabei, der wohl berühmteste Burgenlandkroate Österreichs, der nicht nur als Ostbahn-Kurti im Allgemeinbewußtsein ewig gegenwärtige Willi Resetarits. Miteinander produziert das Quintett einen mitreißenden Sound, der so fröhlich, traurig, weltumarmend und weise zugleich ist, wie man es nur sein kann, wenn man das miefige, alte Konzept der Naionalstaaten hinter sich gelassen hat und sich den Kontinent größer träumt.

Ich mußte die Platte fünf Mal hintereinander hören, nur um sie jedes Mal wieder taufrisch und beglückend zu finden.

Ernst Molden, Frühjahr 2019

Willi Resetarits fügt hinzu: Dem ist nichts hinzuzufügen. Eines noch,  viele sagen, live sind die Basbaritenori noch besser als auf Platte. Wir von BBT schauen drauf, daß das so bleibt!

Am 22. Juli 2020 können Sie den direkten Vergleich anstellen.

W.R.

Biografie Willi Resetarits

Willi Resetarits wurde am 21. Dezember 1948 als Sohn burgenlandkroatischer Eltern in Stinatz geboren. Als Willi drei Jahre alt war, zog die Familie nach Wien. Ebenso wie der 1947 geborene Lukas wuchs Willi kroatisch sprechend auf. Nach der Matura studierte er Anglistik und Sport mit dem Ziel, Lehrer zu werden. Aus der Pädagogenkarriere wurde dann aber doch nichts – stattdessen startete Willi mit der Politrock-Gruppe „Schmetterlinge“, deren Mitglied er seit 1969 war, durch. Beim Song Contest in London 1977 traten die „Schmetterlinge“ für Österreich an und belegten mit dem satirischen Song „Boom Boom Boomerang“, den Willis Bruder Lukas getextet hatte, einen bravourösen vorletzten Platz. Mitte der Achtziger hob Willi, gemeinsam mit dem Autor Günter Brödl, sein Alter Ego aus der Taufe: Ostbahn-Kurti. Ursprünglich eine bloße Romangestalt aus der Feder Günter Brödls, sollte Ostbahn-Kurti Resetarits’ größter Erfolg werden. Schon das erste Konzert im März 1985 im Schutzhaus am Schafberg wollten 600 Besucher miterleben, im selben Jahr kam der Durchbruch „Feia“, der Coverversion  des Bruce-Springsteen-Klassikers „Fire“. Bis 1994 hieß die Formation um Willi Resetarits „Ostbahn-Kurti & die Chefpartie“, später „Kurt Ostbahn & die Kombo“. Nach dem Tod des Ostbahn-Erfinders und Textdichters Günter Brödl am 10. 10. 2000 beschloss Willi Resetarits, nachdem noch vorhandene Texte vertont worden waren, nach einer großen Abschiedstournee mit seiner „Kombo“, Kurt Ostbahn 2003 in die verdiente „Pension“ zu entlassen. Kult wurde die Radiosendung „Trost & Rat“ auf Radio Wien (1995–1998), in der Willi Resetarits Lieblingsmusik präsentierte: den deutschen Schlager der 50er Jahre (mit der „Stammhörerin“ Caterina Valente), Weltmusik und ausgewählten R&B. In Ö1 folgte die Radiosendung „Ein Pferd kehrt heim“ und „Die Willi Resetarits Radioshow“. Von Oktober 2006 bis Juni 2012 sendete Radio Wien die zweite Staffel von „Trost & Rat“, in der Willi Resetarits viele junge Bands vorstellte.

Politisches und soziales Engagement war Willi Resetarits stets wichtig. Er fungierte als Mitbegründer von „Asyl in Not“ und „SOS Mitmensch“ und Obmann des Vereins „Projekt Integrationshaus“. Sein Einsatz für die Belange sozial Schwacher und politisch Andersdenkender brachte ihm sowohl hohe Auszeichnungen wie den „Bruno-Kreisky-Preis für Menschenrechte“ und den „Josef-Felder-Preis für Gemeinwohl und Zivilcourage“ als auch eine Verurteilung wegen „Aufrufs zur Wehrdienstverweigerung“ ein.

Als Kurt Ostbahn tritt Willi Resetarits mit den Musikern seines Vertrauens nur mehr im Zuge von „Klassentreffen“ auf. Im Zentrum seiner musikalischen Aktivitäten stehen nun Konzerte und Plattenaufnahmen mit dem „Stubnblues“, mit Ernst Molden, Walther Soyka, Hannes Wirth („Molden – Resetarits – Soyka – Wirth“), sowie Auftritte mit der „Familienbande“, mit Tochter Johanna, Sohn Felix, sowie „Wahlenkerl“ und Ausnahmetalent Wenzel Beck. Weiters arbeitet Willi Resetarits mit der A-Capella- Formation „Basbaritenori“ zusammen, das erste gemeinsame Album mit burgenlandkroatischen Volksliedern wurde im September 2018 veröffentlicht. Mit den „Neuen Wiener Concertschrammeln“ gestaltete Willi Resetarits das Programm „I häng an meiner Weanastadt“.

"Die Basbaritenori bewegen sich in der Auswahl ihres Repertoires in sehr verschiedenen musikalischen Genres, genauso wie die Arrangements sehr vielfältig sind. Man könnte sagen, sie haben keine Berührungsängste mit irgendwas. Natürlich ist es eine Tatsache, dass viele Vorlagen aus der kroatischen, vielmehr burgenlandkroatischen Tradition stammen. Aber wenn ich da an den Hit „Ursula“ denke, ist das ganz anders, da ist nur die Sprache der kroatische Bezugspunkt; und es findet ein Gedicht von HC Artmann seinen Weg auf die erste CD des Ensembles: vertont unverkennbar im Stil des Ensembles, aber weder alt noch kroatisch. Ich würde sagen, sie haben einen unverkennbaren Sound entwickelt, einzigartig in der burgenlandkroatischen Szene, der sich von der kroatischen Klapa inspirieren lässt, aber geprägt von einer großen stilistischen Breite was die Vorlagen betrifft."
— Uni.-Prof. Dr. Ursula Hemetek

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19:30
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22. Juli  2020

Willi Resetarits & Basbaritenori


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